Sommersemester 2023: Ringvorlesung zur Journalismus-Publikums-Beziehung

Von April bis Juli 2023 richten die Verbunduniversitäten eine hybride Ringvorlesung zu den wechselseitigen Erwartungen von Journalist*innen und ihrem Publikum aus. Im Fokus stehen Interaktionen von Journalist*innen und Publikumsteilnehmer*innen in digitalen Medienumgebungen. Hauptverantwortlich für die Vorlesungsreihe ist PD Dr. Nicole Podschuweit (Leiterin Teilprojekt Erfurt).
Vortragende sind neben den Projektleiterinnen Expert*innen aus Wissenschaft und journalistischer Praxis, die aus ihrer jeweiligen Perspektive berichten und zum Diskutieren anregen wollen. In den Blick genommen wird die Interaktion zwischen Journalist*innen und Publikumsvertreter*innen auf Onlinekanälen, das damit einhergehende Community Management, Nutzerkommentare und Hatespeech aber auch das publikumsseitige Medienvertrauen.

Ziel der Ringvorlesung ist der Transfer von Projektergebnissen in eine breitere Öffentlichkeit. Herzlich eingeladen sind daher nicht nur Studierende der Medien- und Kommunikationswissenschaft, sondern alle Studierenden und Mitarbeiter*innen der Verbunduniversitäten sowie Bürger*innen, die sich für Fragen der Journalismus-Publikums-Beziehung interessieren.

Die einzelnen Sitzungen finden an acht ausgewählten Dienstagen, jeweils von 18.15 bis 19.45 Uhr statt und können entweder vor Ort oder per Livestream verfolgt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Januar 2023: Projektteam mit vier Vorträgen auf der ICA23 vertreten

Großen Erfolg konnte das Projekt mit Blick auf die 73. internationale Jahrestagung der ICA (International Communication Association) 2023 unter dem Titelthema „Reclaiming Authenticity in Communication“ verzeichnen. Insgesamt wurden vier Einreichungen aus dem Projekt für eine Präsentation in Toronto akzeptiert.

Unter dem Vortragstitel „The Impact of Mutual Interaction Expectations on Journalist-Audience Relations in Digital Media Contexts: An Exploratory Study“ stellt  Dr. Hanne Detel für das Projekt die Ergebnisse der qualitativen Leitfadeninterviews mit Journalist*innen und Publikumsmitgliedern zu ihren wechselseitigen Erwartungen im Fallstudiendesign vor. Dr. Bernadette Uth präsentiert stellvertretend für das Projektteam im Vortrag „The Journalism-Audience Relationship in Digital Media Environments: A Theoretical Literature Review“ eine theoretisch angelegte Literaturanalyse zu bestehenden Konzeptualisierungen der Journalismus-Publikums-Beziehung in digitalen Kontexten. PD Dr. Nicole Podschuweit widmet sich in dem Vortrag „Mutual Interaction Expectations and Consequences of Expectancy Violations in the Journalism-Audience Relationship: A Systematic Literature Review“ den Ergebnissen einer systematischen Literaturanalyse zu Erwartungsverletzungen in Journalismus-Publikums-Interaktionen. Ass.-Prof. Dr. Claudia Wilhelm und Dr. Hanne Detel stellen unter dem Titel „Towards a Framework for Studying Expectations in Journalistic Contexts: A Taxonomy for Expectancy Research“ außerdem ein Framework für die zukünftige Erforschung von Erwartungen in journalistischen Kontexten vor.

Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch in Toronto!

September 2022: Vorträge zur Journalismus-Publikums-Beziehung und zu Interaktionserwartungen

Mit gleich zwei Vorträgen ist das Projektteam bei der gemeinsamen Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppen „Journalistik/Journalismusforschung“ und „Kommunikation und Politik“, dem Arbeitskreis Politik und Kommunikation (DVPW) und der Fachgruppe Politische Kommunikation (SGKM) vertreten. Die Tagung findet vom 28. bis 30. September 2022 zum Thema „Politischer Journalismus. Konstellationen – Muster – Dynamiken“ an der Universität Trier statt. Während im ersten Vortrag die Ergebnisse einer Literaturanalyse zur JournalismusPublikumsBeziehung vorgestellt werden, präsentiert das Team im zweiten Vortrag die Befunde einer qualitativen Befragung von Journalist*innen und Publikumsmitgliedern zu ihren Erwartungen an die wechselseitige Interaktion in digitalen Medienumgebungen.

Juli 2022: Masterarbeit zu Erwartungen junger Menschen an die Qualität journalistischer Angebote

Mit einer ans Projektthema angrenzenden Masterarbeit hat unsere ehemalige Projektmitarbeiterin Johanna Wolleschensky ihr Masterstudium am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt erfolgreich abgeschlossen. Das Thema ihrer mit Bestnote bewerteten Abschlussarbeit war „Die Qualität journalistischer Informationsangebote in sozialen Medien aus Sicht junger Menschen“ (Erstgutachterin: PD Dr. Nicole Podschuweit, Universität Erfurt; Zweitgutachterin: Dr. Claudia Lampert, Hans-Bredow-Institut, Hamburg). Was junge Menschen unter „Journalismus“ verstehen, welche generellen Erwartungen sie an die Qualität journalistischer Angebote im Allgemeinen und an journalistische Informationsangebote auf Instagram im Besonderen haben, hat Johanna Wolleschensky anhand stimulusgestützter Leitfadeninterviews untersucht. Wir gratulieren Johanna Wolleschensky ganz herzlich zu ihrer herausragenden Leistung und wünschen ihr alles Gute für ihre neue Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik an der Universität der Bundeswehr München. Es war und ist uns eine Freude, mit ihr zusammenzuarbeiten!

Juni 2022: Vorträge zum Verbundprojekt in Münster und Tübingen

Im Juni finden in Münster und Tübingen zwei Vorträge zum Verbundprojekt statt: Auf Einladung des Rotary Clubs spricht Jun.-Prof. Dr. Helena Stehle am 14. Juni 2022 in Münster zum Thema „Journalismus-Publikum-Beziehungen heute – wechselseitige Erwartungen und Folgen ihrer (Nicht-)Erfüllung”. In der Woche darauf stellt Dr. Hanne Detel am 22. Juni 2022 das Verbundprojekt im Forschungskolloquium des Instituts für Medienwissenschaft der Universität Tübingen vor. Der Schwerpunkt liegt dabei auf aktuellen Forschungsergebnissen aus der Explorationsphase des Projekts.

Mai 2022: Projektteam mit Vortrag auf der ICA-Jahrestagung 2022 in Paris vertreten

Unter dem Titel „Investigating the journalist-audience relationship in the digital age. A multi-stage research project“ präsentiert das Team des Verbundprojekts sein Forschungsprogramm auf der 72. Jahrestagung der International Communication Association (ICA), der größten internationalen Fachgesellschaft für Kommunikationswissenschaftler*innen mit mehr als 5000 Mitgliedern aus über 80 Ländern. Die hybride Konferenz findet vom 26. bis 30. Mai 2022 zum Thema „One World, One Network?“ in Paris statt.

Februar 2022: Projekt-Team ist komplett

Am Standort Münster verstärken drei neue Mitarbeiterinnen das Team des Verbundprojekts. Wir freuen uns sehr, mit Postdoc Dr. Bernadette Uth eine fachkräftige Unterstützung mit wertvollen Vorerfahrungen gewonnen zu haben. Frau Uth hat am Graduiertenkolleg „Vertrauen und Kommunikation in einer digitalisieren Welt“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Vertrauensforschung, Nutzerkommentare im Online-Journalismus sowie der allgemeinen Journalismusforschung.

Außerdem möchten wir Isabell Klawitter und Mareike Pfitzner als studentische Mitarbeiterinnen begrüßen. Beide absolvieren an der Universität Münster ihr Master-Studium.

Alle Informationen zu unserem Team finden Sie hier.

Dezember 2021: Projekt-Team wächst weiter

Wir begrüßen zwei neue Mitarbeiterinnen im Team: Theresa Neto Romeira, Bachelor-Studentin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, unterstützt das Teilprojekt in Münster als studentische Mitarbeiterin. Das Team des Tübinger Teilprojekts ist nun mit der wissenschaftlichen Hilfskraft und Master-Studentin Maxine Schneider komplett. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit. Weitere Informationen über das aktuelle Team des Verbundprojekts finden Sie hier.

November 2021: Öffentlicher Vortrag zum Thema Medienvertrauen

In ihrem Vortrag „Journalistinnen und Journalisten und ihr Publikum: Enttäuschte Erwartungen als Ursache schwindenden Medienvertrauens?“ an der Volkshochschule Chemnitz präsentiert Teilprojekt-Leiterin Vertr.-Prof. Dr. Nicole Podschuweit am 30. November 2021 Erkenntnisse des Projekts einer breiteren Öffentlichkeit. Im Anschluss an den Vortrag erhalten die Besucher*innen die Gelegenheit, mit der Referentin zu diskutieren, inwieweit die Enttäuschung wechselseitiger Erwartungen von Journalist*innen und ihrem Publikum eine mögliche Ursache für das Scheitern von Journalismus-Publikums-Beziehungen ist. Der Vortrag findet im Rahmen des durch die Sächsische Landesmedienanstalt geförderten Projekts „trau.schau.wem? faktenfest und mediensicher“ statt.

Oktober 2021: Verbundprojekt bei der DGPuK-Jahrestagung 2022 mit programmatischem Vortrag vertreten

Gute Nachrichten aus Hannover: Die Einreichung für einen Vortrag im Tagungsformat „Future Programmatics: Erfahrene Kommunikationswissenschaftler:innen präsentieren ihre Programme“ der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) 2022 war erfolgreich. Unter dem Titel „Zwischen interpersonaler und Massenkommunikation: Neukonzeptionalisierung von Journalismus-Publikums-Beziehungen im digitalen Zeitalter“ werden die Verbundpartnerinnen gemeinsam mit Kooperationspartnerin Ass.-Prof. Dr. Claudia Wilhelm am Donnerstag, 22. Februar 2022 (Uhrzeit folgt) das Verbundprojekt und das zugrunde liegende Forschungsprogramm vorstellen. Ihr Beitrag ist einer von drei einstündigen Zoom-Vorträgen in diesem Tagungsformat.